Welches Gottesbild ist uns vertraut?

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In meiner Arbeit als Gemeindepfarrerin hier in Romanshorn-Salmsach erlebe ich es immer wieder, dass ich auf die von mir verwandten Gottesbilder angesprochen werde. Für dieses Interesse danke ich herzlich.
Gott – die Quelle, der Ursprung, das Licht zeigen mir die Vielfalt Gottes.
Die Bibeltexte sind alt und wir haben es mit verschiedenen Quellen zu tun. Die biblischen Texte selbst spiegeln jahrhundertelange Diskussionsprozesse. Wenn wir die Bibel lesen aus unserer Situation im 21. Jahrhundert, mit unserer eigenen Biografie, ist es ein grosser Anspruch an uns, der sich daraus ergibt. Wir kennen die Bibel in der Regel in ihrer übersetzten Form und das bedeutet, aus der Perspektive der Übersetzer:innen.
«Die Bibel ist ein uns fremdes Buch. Ihre Texte entstammen nicht unserer Kultur. Eine Sammlung altorientalischer Schriften liegt vor. Und doch sollen diese Texte nach christlichem Selbstverständnis die Lebensführung, Heilserwartung und Tradition der christlichen Gemeinde anleiten.» Klara Butting, in: Elisabeth Gössmann u.a. (Hg.), Wörterbuch der Feministischen Theologie, 2002, S. 64.
Ich lese und verwende verschiedene Übersetzungen – Zürcher Bibel, Lutherbibel, die Bibel in gerechter Sprache. Wie kann ich die biblischen Texte auslegen und die lebensnotwendigen Fragen klären, die dort entstehen, wo Frauen, Männer, Menschen mit Gott, der Ewigen, auf dem Weg der Befreiung unterwegs sind?
Alle Interessierten lade ich herzlich am Samstag, 7. Februar 2026, 16 Uhr zu einem ersten Austausch in die Zülligstube, evangelische Kirche, Romanshorn, ein. Natürlich können wir uns auch gern vorher schon austauschen!

Silke Petermann-Gysin, Pfarrerin

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