Monatsgedanke Dezember 2025
von Monika Visintin
Den Blick nach oben richten, das Beste erwarten. Der Golden Retriever auf dem Bild scheint das zu können. Und wir Menschen? In der dunklen Jahreszeit sehnen sich viele nach Geborgenheit, Wärme, Licht. Ein Stück heiler Welt in besonderer Zeit. Leider stellt sich dieses Gefühl oft nicht ein und der Advent bleibt eine Zeit, in der neben den üblichen Alltagssorgen nun auch noch die Besorgungen für das Weihnachtsfest erledigt werden müssen.
Der letzte Prophet des Alten Testaments, Maleachi, ruft den Gläubigen seiner Zeit zu: „Gott spricht: Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit und Heil unter ihren Flügeln.“ (Maleachi 3,20)
Adressaten waren Menschen, die inmitten einer gegenüber Gott gleichgültig gewordenen Gesellschaft am Glauben festhielten. Sie lernten, die Widersprüche des Glaubens auszuhalten und Gott mehr zu vertrauen als dem ernüchternden, grauen Alltag. Sie blieben in Kontakt mit Gott.
Mit Jesus Christus ist die „Sonne der Gerechtigkeit“ sichtbar geworden, die einmal alles bestimmen soll. Von den Menschen damals können wir lernen: Nimm deine Zweifel, deine Hoffnungen und Sehnsüchte mit in dein Gebet und bring sie vor den einzigen, der daraus etwas wachsen lassen kann – vor Gott. Das braucht Übung, und es geht besser zusammen als allein. So lade ich Sie ein zu unseren Feiern in der Advents- und Weihnachtszeit, die einerseits daran erinnern, was Gott schon getan hat und uns andererseits dessen vergewissern, was uns erwartet.
Text: Lars Heynen / Bild: Leah Newhouse @pexels.com