Ostermontag Gottesdienst vom 13.04.2020

von

Info und Kontakte

Predigt und Ablauf: Sarah Fakhoury

E-Piano und Orgel: Oliver Kopeinig

Technik und Schnitt: Edith Lengacher

Ablauf und Predigt als Text

Musik:
Eingangsspiel: Präludium in Es-Dur von Don Luis Milan( um 1500-um 1561);
Lied RG 485, " Dir Auferstandner, sei der Lobgesang"; Text: Fritz Gafner 1987/1989 nach " A toi la gloire. O Ressuscrité!", Edmond Louis Budry ( 1854-1932);
Melodie und Satz: Georg Friedrich Händel ( 1685-1759);
Musik nach den Palmsonntagsgedanken: "Dein König kommt in niedern Hüllen, sanftmütig auf der Eslin Fülle", Text: Johann Michael Friedrich Rückert, ( 1788-1866), Melodie: Eduard Hille( 1822-1891);
Musik nach den Gründonnerstagsgedanken: " Doina Din Ardeal", Siebenbürgen;
nach den Karfreitagsgedanken: "Meditation" von James Patten(*1936);
nach den Karsamstagsgedanken: " Versett" von Carl Friedrich Graun( 1704-1759); nach den Osterngedanken: " Ich sag es jedem, dass er lebt und auferstanden ist", Text: Friedrich Leopold Freiherr von Hardenberg( Novalis), ( 1772-1801), Melodie: Darmstadt 1687, Johann Heinrich Egli (1742-1810),
Lied RG 480 " O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit", Text: Cyriakus Günther (1650-1704), Melodie Köln 1623/ Samuel Scheidt, ( 1587-1654);
als Ausgangsspiel Rückenwind, Lied 105, " Der Herr segne dich", Text und Musik Martin Pepper( *1958)

 

Palmsonntag bis Ostern… ein Rückblick

Ostermontags-Andacht zu verschiedenen Bibeltexten, 13. 4. 20

 

5b Die beiden sagten zu ihnen: „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? 6 Er ist nicht hier; Gott hat ihn vom Tod auferweckt! Erinnert euch an das, was er euch schon in Galiläa gesagt hat:

7 ‚Der Menschensohn muss den Menschen, den Sündern, ausgeliefert und ans Kreuz genagelt werden und am dritten Tag vom Tod auferstehen.‘“

         (Lukas 24, 5b-7; www.bibleserver.com; Gute Nachricht)

 

Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer im Pflegeheim, via CD und Internet, liebe Leserinnen und Leser

 

„Der Herr ist auferstanden!“                                                                           

     Mit diesem Ostergruss begrüsse ich Sie herzlich zu unserer Oster-Montagfeier.

     Die Bibelstelle aus Lukas 24 spricht davon, wie die Frauen am ersten Tag der Woche, nach dem Sabbat, zum Grab gingen. Sie wollten den Leichnam Jesu einbalsamieren, wie sich das zu jener Zeit gehörte. Da wurden sie überrascht: Das Grab war leer!

     Die beiden Männer, die ihnen in strahlenden Kleidern begegneten,

 

sagten: „Jesus ist auferstanden, wie er es euch vorausgesagt hat.“

     Das war das erste Ostern.

     Die heutige Ostermontagfeier soll uns Gelegenheit geben, die letzte Woche nochmals vor Augen zu führen. Ich lade Sie ein, mit mir zusammen die Stationen von Palmsonntag bis Ostermontag zu gehen. Es gibt für die verschiedenen Stationen jeweils einen Bibeltext, ein paar Gedanken und ein Musikstück.

 

     Wir feiern diese Andacht im Glauben, dass der dreieinige Gott gegenwärtig ist – auch wenn wir nicht als Gemeinde zusammenkommen können.

     Gott ist da, auch wenn Sie diese Predigt alleine hören oder lesen.

 

Ich BETE:

Danke, du guter Gott, für das Wunder von Ostern. Das übersteigt unseren Verstand!

Danke, dass du das Leben schenkst: Du hast deinen Sohn auferweckt. Und du hast auch uns das Leben geschenkt.

Wir nehmen uns nun die Zeit für diese Andacht, um im Alltag inne zu halten und uns dir zu nähern. Hilf uns, das abzulegen, was uns trennt von dir, und uns auf dich auszurichten.

Danke für deine Gegenwart und Hilfe.

Amen.

 

Wir hören nun die Melodie des Liedes „Dir, Auferstandner, sei der Lobgesang“. Es ist die Nummer 485 im reformierten Kirchengesangbuch.

 

VON PALMSONNTAG BIS OSTERN… EIN RÜCKBLICK

Wir werden verschiedene Bibelstellen lesen, ein paar Gedanken dazu weitergeben und jeweils mit ein paar Takten Musik die Gelegenheit geben, über das Gesagte nachzudenken. Wenn Sie möchten, dürfen Sie gerne die Augen schliessen und innerlich mit auf diese Reise von Palmsonntag bis Ostern kommen.

 

Palmsonntag – Jesus zieht in Jerusalem ein

Markus 11, 7-11   (www.bibleserver.com; Übersetzung: Lutherbibel)

7 Und sie führten das Füllen zu Jesus und legten ihre Kleider darauf, und er setzte sich darauf.

8 Und viele breiteten ihre Kleider auf den Weg, andere aber grüne Zweige, die sie auf den Feldern abgehauen hatten.

9 Und die vorangingen und die nachfolgten, schrien: Hosianna! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn!

10 Gelobt sei das Reich unseres Vaters David, das da kommt! Hosianna in der Höhe!

11 Und er ging hinein nach Jerusalem in den Tempel und er besah ringsum alles, und spät am Abend ging er hinaus nach Betanien mit den Zwölfen.

Am Strassenrand stehen verschiedene Leute. Was sie wohl denken, wenn dieser Mann

ein Prophet?

ein Wundertäter?

ein Zimmermann?

der versprochene Messias?

so geehrt wird?
     Aus welchen Motiven legen sie Zweige und Kleider auf den Boden?
     Um Jesus den Weg freizumachen?

     Aus Gruppendruck, weil „alle“ es machen?

     Um gegen die Gesetzeslehrer und die römischen Besatzungsmächte zu rebellieren?

     Was halten Sie von diesem Einzug?

     Hätten Sie auch Stoffe oder Zweige als Teppich hingelegt? Oder wären sie zu Hause geblieben?

     Was denken Sie von diesem Mann, der da so königlich bejubelt wurde?

 

Gründonnerstag – Jesus isst mit seinen Jüngern

Markus 14, 17-20 (www.bibleserver.com; Übersetzung: Lutherbibel)

17 Und am Abend kam er mit den Zwölfen.

18 Und als sie bei Tisch waren und assen, sprach Jesus: Wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch, der mit mir isst, wird mich verraten.

19 Da wurden sie traurig und sagten zu ihm, einer nach dem andern: Bin ich's?

20 Er aber sprach zu ihnen: Einer von den Zwölfen, der mit mir seinen Bissen in die Schüssel taucht.

 

Jesus sagt – man könnte fast sagen „beiläufig“ während des Essens – dass einer ihn verraten wird.
     Stellen Sie sich vor, Sie sitzen mit Ihren Freunden, mit Ihrem Hauskreis, mit Ihrer Familie, mit Ihrem Team beim Essen. Es sind Leute, die Sie mögen. Okay, mal mehr, mal weniger – aber grundsätzlich sind Sie eine Einheit, die zusammengehört. Und nun sagt Jesus diesen Satz.

     Was denken Sie?

     Verdächtigen Sie jemanden, es zu tun?
     Oder zweifeln Sie an sich selber und sind sich nicht sicher, ob Sie bereit gewesen wären, Jesus zu verraten?

     Beten Sie doch für die Person, die Ihnen in den Sinn gekommen ist, damit ihr Glaube nicht aufhört!

 

Karfreitag – Jesus stirbt

Lukas 23, 39-48        (www.bibleserver.com; Gute Nachricht Bibel)

39 Einer der Verbrecher, die mit ihm gekreuzigt worden waren,

beschimpfte ihn: „Bist du denn nicht der versprochene Retter? Dann hilf dir selbst und uns!“

40 Aber der andere wies ihn zurecht und sagte: „Nimmst du Gott immer noch nicht ernst? Du bist doch genauso zum Tod verurteilt wie er,

41 aber du bist es mit Recht. Wir beide leiden hier die Strafe, die wir verdient haben. Aber der da hat nichts Unrechtes getan!“

42 Und zu Jesus sagte er: „Denk an mich, Jesus, wenn du deine Herrschaft antrittst!“

43 Jesus antwortete ihm: „Ich versichere dir, du wirst noch heute mit mir im Paradies sein.“

44-45Es war schon etwa zwölf Uhr mittags, da verfinsterte sich die Sonne und es wurde dunkel im ganzen Land bis um drei Uhr. Dann riss der Vorhang vor dem Allerheiligsten im Tempel mitten durch,

46 und Jesus rief laut: „Vater, ich gebe mein Leben in deine Hände!“] Mit diesen Worten starb er.

47 Als der römische Hauptmann, der die Aufsicht hatte, dies alles geschehen sah, pries er Gott und sagte: „Wahrhaftig, dieser Mensch war unschuldig, er war ein Gerechter!“

48 Auch all die Leute, die nur aus Schaulust zusammengelaufen waren, schlugen sich an die Brust und kehrten betroffen in die Stadt zurück, nachdem sie gesehen hatten, was da geschah.

 

„Sie gingen tief betroffen weg.“
     Wie nahe lassen Sie, wie nahe lasse ich, Karfreitag an uns herankommen?
     Wir kennen den Ausgang und wissen, dass es gut kommt. Dass nach Karfreitag Ostern kommt.
     Halten wir dennoch beim Kreuz inne?

     Weinen wir?

     Staunen wir?
     Vertrauen und ehren wir Jesus, der blutend am Kreuz hängt, wie das der Verbrecher getan hat?

 

Karsamstag – Jesus ist im Grab

Wie ging es wohl den Jüngern an diesem Tag? Seinen Eltern, Geschwistern, Freunden? Lazarus, den er vom Tod auferweckt hatte?

     Zu wem gingen sie in ihrer Trauer?

     Sie hatten die Hoffnung der Auferstehung noch nicht. Jesus hatte den Tod noch nicht besiegt. Er war einfach weg!
     Was fühlten sie?

     Was dachten sie?

     Waren sie enttäuscht? Sie hatten doch alles aufgegeben! Sie hatten ihm doch geglaubt! Sie hatten doch die Wundertaten gesehen.

     Hätte Jesus nicht auch ein Wunder für sich machen können?

     War alles umsonst?

 

Ostern – Jesus lebt!

Matthäus 28, 5-10        (www.bibleserver.com; Gute Nachricht Bibel.)

5 Der Engel sagte zu den Frauen: „Ihr braucht keine Angst zu haben! Ich weiss, ihr sucht Jesus, der ans Kreuz genagelt wurde.

6 Er ist nicht hier, er ist auferweckt worden, so wie er es angekündigt hat. Kommt her und seht die Stelle, wo er gelegen hat!

7 Und jetzt geht schnell zu seinen Jüngern und sagt ihnen: ‚Gott hat ihn vom Tod auferweckt! Er geht euch voraus nach Galiläa, dort werdet ihr ihn sehen.‘ Ihr könnt euch auf mein Wort verlassen.“

8 Erschrocken und doch voller Freude liefen die Frauen vom Grab weg. Sie gingen schnell zu den Jüngern, um ihnen die Botschaft des Engels zu überbringen.

9 Da stand plötzlich Jesus selbst vor ihnen und sagte: „Seid gegrüsst!“ Die Frauen warfen sich vor ihm nieder und umfassten seine Füsse.

10 „Habt keine Angst!“, sagte Jesus zu ihnen. „Geht und sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa gehen. Dort werden sie mich sehen.“

„Jesus lebt! Das Grab ist leer! Geht und sagt es den Brüdern!“
     Was für eine frohe Botschaft!

     Jesus ist nicht mehr im Grab! Er stand von den Toten auf, so wie er es vorausgesagt hatte. Er hat sein Versprechen eingehalten.

     Er begegnet den Frauen. Er will sich mit seinen Jüngern treffen.

     Seine Freunde brauchen keine Angst zu haben. Sie brauchen auch nicht verunsichert zu sein, ob sie vielleicht doch einem falschen Rabbi nachgelaufen sind. Nein, sind sie nicht.

     Jesus, der Christus, hat sein Wort gehalten.

    

Heute ist Ostermontag – und Jesus lebt immer noch!

     Wie gehen Sie hier und jetzt mit dieser Botschaft um?

Amen.

 

Nach dieser Melodie kommen wir zu den FÜRBITTEN und dem UNSERVATER:

 

Himmlischer Vater, der du das Leben schenkst: Steh allen Menschen bei, die im Gesundheitswesen und in der Seelsorge arbeiten und alles dafür tun, dass Kranken und Verletzten geholfen wird und sie wieder Hoffnung – in dir – schöpfen.

Himmlischer Vater, der du das Lebens schenkst: Während auf der einen Seite Menschenleben gerettet werden, sterben auf der anderen Seite Menschen durch Krieg, Gewalt oder Kindstötung im Mutterleib. Herr, erbarme dich und zeige dich den Tätern, damit sie zur Besinnung kommen, und erweise den Leidtragenden deine Liebe.

 

Jesus Christus, der du die Todesangst überwunden und den Tod besiegt hast – steh denen bei, die durch Todesängste gehen, weil sie nicht wissen, was sie heute essen, wo sie schlafen oder wie sie ihre Familien durchbringen sollen. Streck deine helfende Hand aus.

 

Heiliger Geist, du gegenwärtiger Paraklet – Tröster und Ermahner – sei allen nahe, die während dieser Festtage einsam und verlassen sind. Tröste die Trauernden, besuche die Einsamen, ermutige die Verzweifelten.

 

In eigenen Worten bringen wir dir, was uns sonst noch beschäftigt:

 

Gemeinsam beten wir die Worte, die Jesus seine Jünger lehrte:

Unser Vater im Himmel

geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe,

wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich, und die Kraft, und die Herrlichkeit.

In Ewigkeit.

Amen.

 

Wir hören nun – passend zu Ostern – das Lied „O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit“. Es ist das Lied 480 im evangelisch-reformierten Gesangbuch.

 

Obwohl wir uns in diesem Gottesdienst nicht persönlich sehen und miteinander reden können, ist unser Seelsorgeteam gerne für Sie da, wenn Sie ein Gespräch wünschen. Rufen Sie uns an oder kontaktieren Sie uns schriftlich.

 

An Ostern unterstützen wir zum letzten Mal in der diesjährigen Fastenzeit unsere zwei Projekte: zum einen unser Gemeindeprojekt, die Kirche in Kamerun.

     Zum anderen das Bfa-Projekt in Indonesien, das Menschen unter anderem hilft, sich gegen Landraub zu wehren.

     Bis jetzt kamen über 7‘300 CHF zusammen. Vielen Dank. Wenn Sie ebenfalls etwas spenden wollen, geht das am einfachsten mittels Einzahlungsscheins. Auf der Homepage finden Sie eine Vorlage. Sie dürfen sich auch ans Sekretariat wenden, um mehr dazu zu erfahren.

 

Wir feierten Ostern – die Auferstehung unseres Herrn.

     So lasst uns diese Auferstehungshoffnung, dieses Osterlicht, in die Welt tragen. In unsere Familien und Nachbarschaften, an unseren Arbeitsort und zu den vorbeiziehenden Passanten.

 

Möge Gott uns dabei begleiten und uns segnen, wie es in Psalm 121 heisst:

 

„Der Herr behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele. Der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit!“

Amen.

 

Als Ausgangslied hören wir die Nummer 105 aus dem Rückenwind. Das Lied heisst: „Der Herr segne dich“

Downloads
Kollekte

In der Fastenzeit geht die Kollekte an folgende Projekte:

INDONESIEN: WIDERSTAND GEGEN WEITERE PALMÖLPLANTAGEN (Brot für alle-Projekt):

Die weltweite Nachfrage nach dem Öl steigt ständig. Und davon wollen viele profitieren. Entsprechend schnell vergrössern die Konzerne ihre Plantagen. Die Rechte der Menschen in den Dörfern bleiben dabei auf der Strecke. Der Bevölkerung steht nur noch ein kleiner Teil des nutzbaren Bodens zur Verfügung. So fehlt vielen das Land, um Nahrung für sich und die Familie anzubauen. Und nur wenige finden Arbeit auf den Plantagen oder in der Verarbeitung des Palmöls. Zusammen mit der Partnerorganisation Walhi setzt sich Brot für alle für die Rechte der Bevölkerung ein und unterstützt sie im Widerstand gegen Landgrabbing.


KAMERUN: UNTERTÜTZUNG VON UEEC:

Als Kirchgemeinde unterstützen wir die Partnerkirche UEEC in Kamerun seit 2014. In dieser Zeit wurden verschiedenste Projekte (Kirchenneubau in Douala, Gesundheitszentrum in Touboro, Inlandflüchtlingshilfe, usw.) von uns finanziell unterstützt. Seit 2011 ist SAM global das Verbindungsglied zwischen den Kirchen in der Schweiz und in Kamerun.

Mit dem Auftreten der Extremistengruppe Boko Haram in der Region Extrême Nord mussten 2014 sämtliche Einsatzleistende von SAM global das Land verlassen. Seither verantwortet die UEEC die Projekte in Zusammenarbeit mit zahlreichen, gut ausgebildeten, pflichtbewussten und initiativen lokalen Mitarbeitenden. SAM global sorgt weiterhin dafür, dass unsere Spenden an den richtigen Ort kommen.

 

Wenn bei einer Einzahlung nichts angekreuzt ist, geht der eingegangene Betrag je zur Hälfte an die beiden Projekte.

Zurück