Die Reise der evang. Kirchgemeinde Romanshorn führte von Auffahrt bis Pfingsten nach Tschechien mit Schwerpunkt Prag. Am Anreisetag gab es einen Zwischenstopp in Pilsen, wo erste Begegnungen mit der ungewohnten Sprache stattfanden. In Prag bezog die Gruppe das Hotel Royal Prague, von wo aus die Stadt gut mit der U-Bahn und Strassenbahn besucht werden konnte. Mit Stadtführer Ivo erkundeten sie das Burgviertel, die berühmte Karlsbrücke und Altstadt, erlebten die Wachablösung, bestiegen Türme und besuchten abends ein Black-Light-Theater sowie ein klassisches Konzert in der Spiegelkapelle. Ein Tag war ganz speziell Jan Hus gewidmet mit der Vorstellung seines Wirkens als Reformator, seines Martyriums während des Konzils in Konstanz und der daraus folgenden Hussitenkriege. Am Sonntag besuchte die Reisegruppe einen Gottesdienst bei der deutschsprachigen Gemeinde St. Martin an der Mauer, anderntags das jüdische Viertel mit Synagogen und Friedhof – eine nachdenklich stimmende Auseinandersetzung mit der jüdischen Geschichte in Prag. Eine Moldau-Schifffahrt bot eine andere Perspektive bei wunderbarer Abendstimmung. Vom Reiseführer Ivo erhielten die Teilnehmenden einen eindrücklichen Einblick in den Kommunismus und die Wendezeit. Am Mittwoch reiste die Gruppe weiter über das Stift Tepl, Marienbad und Loket nach Karlsbad . Der letzte Tag diente Wanderungen, Cafés, Einkäufen und Thermalbadbesuchen; manche kosteten das heiße Mineralwasser - das übrigens Linderung und Heilung verspricht. Die Reise war geprägt von guter Organisation, sicherer Fahrt durch den Chauffeur Hans Martin Enz, umsichtigem Miteinander sowie viel humorvollen Erlebnissen in der Gruppe.
Dora Soller, Teilnehmerin