Warum der Kirchenbote in der Plastikfolie kommt

von Monika Visintin (Kommentare: 0)

Immer wieder erhalten wir nach dem Versand des Kirchenboten Rückfragen von Kirchbürgern, warum der Kirchenbote in Plastikverpackung verschickt wird. Wir informieren deshalb, warum das so ist.

Post schreibt Verpackung vor

Zuerst zur Plastikfolie: Die Post schreibt eine Verpackung von Zeitschriften ab dem Format A4 vor. Einzige Alternative zur Folienverpackung ist der Versand in einem Papierkuvert. Diese Option schneidet in der Ökobilanz aber deutlich schlechter ab. Zwar dient mit Holz ein nachwachsender Rohstoff als Ressource, doch in der Herstellung wird deutlich mehr Energie verbraucht, und das Papierkuvert ist auch wesentlich schwerer als die Plastikfolie, wodurch im Versand mehr CO2 anfällt.

Die Verpackungsfolie könnte auch aus Mais- oder Kartoffelstärke produziert werden, und damit wäre sie rezyklierbar. Wie aber auch bei den Agrotreibstoffen ist eine kritische Haltung gegenüber der industriellen Verwendung von Nahrungsmitteln angebracht. Dadurch sind insbesondere in Entwicklungsländern die Preise für Grundnahrungsmittel markant gestiegen und gleichzeitig Schäden an der Umwelt angerichtet worden.

PE-Folie ist Standard

Aus diesen Gründen wird der Kirchenbote in der Plastikfolie verschickt – und ist damit in guter Gesellschaft: Auch Umweltverbände und die Grüne Partei verschicken ihre Zeitschriften in Plastikverpackung. Die Folie aus Polyethylen (PE) wird in der Kehrichtverbrennung übrigens schadstofffrei verbrannt. Keine Verpackungspflicht besteht nur bei kleinen Zeitschriften im Format A5 oder Publikationen wie der Coopzeitung oder dem Migrosmagazin. Diese gelten postalisch als Zeitungen, weil sie auf Zeitungspapier gedruckt werden.

(Quelle: dem Kibo angepasster Auszug aus Pro Natura, Ausgabe 04/2017)

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