Singen tut ganz einfach der Seele gut

von Monika Visintin (Kommentare: 0)

Andrew Bond in seinem musikalischen Element – sein Auftritt mit heimischem Kinderchor in Romanshorn

An einem seiner 100 Konzerte trat er am Samstagnachmittag in Romanshorn auf: Andrew Bond begeisterte inmitten eines Kinder-Projektchors.

Von Anfang an war er da, mit Musik, seinen melodiösen Kinderliedern – und Zürcher Dialekt: Und mittlerweile sind die Lieder von Andrew Bond in so vielen Kinderzimmern präsent, dass fast alle einstimmten und mitsangen: am samstäglichen Konzert in der evangelischen Kirche: 1965 in England geboren, im Kongo und in England aufgewachsen, lebt und arbeitet er seit 40 Jahren in der Schweiz.

Hit an Hit

Vor zwanzig Jahren hat er seine erste CD „Zimetstern“  herausgebracht und daraus sang er zusammen mit den 55 Kindern das gleichnamige Lied: Weitere seiner Hits folgten, eingeübt hatte es  der Projektchor in den Wochen vorher mit Silvia Seipp. Es sind die Themen und Fragen, die Kinder beschäftigen – „dä Sunnestrahl“ etwa, den sie geniessen und auch teilen sollen, den Schnee, den man zum Schlittenfahren zu dritt braucht und vorher den „Sommer, den sie gern haben und verabschiedetet haben:  Die Freude mitzusingen war den Kindern ins Gesicht geschrieben, während Bond neben ihnen am Keyboard spielte und sie vorher mit Gitarre und Witz in seine Geschichten abgeholt hatte. Dem Komponist und Liedermacher gelang es durchwegs die jungen und älteren Zuhörerinnen und Zuhörer bei der Stange zu halten, sie mit Bewegungen teilhaben zu lassen – und dies auch an schwierigen, weil weltbewegenden Themen: wie zum Beispiel beim Lied der Frösche, wo einer die Welt als schlecht und ungerecht empfindet, während der andere ganz einfach und klar nur feststellt, dass es nur die eine Welt für ihn gibt.  Und vielleicht ist es auch jene Grundhaltung in seinem, an diesem Samstag, ersten Lied, die so überzeugend und authentisch wirkt: „Hebed Sorg zu de Welt und zu eu, damit jede e Zuekunft hät“. Die Kinder, Eltern und überaus vielen Besucherinnen und Besucher jedenfalls zeigten sich begeistert.

Text und Bild: Markus Bösch

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