Gemeinsam für die Vielfalt

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Matthias Künzler, Leiter Natur und Landschaft und der Umweltwissenschaftler Simon Zeller informierten in Romanshorn über Artenvielfalt: Am Samstag trafen sich zahlreiche VertreterInnen jener Kirchen mit einem Umweltmanagement zum Erfahrungsaustausch.

Mit der unbefristeten Strategie zur Biodiversität und 26 Massnahmen nimmt der Kanton Thurgau den Zustand der Artenvielfalt ernst: „Je nach Einschätzung ist er schlecht oder unbefriedigend. Sicher ist, dass es viel zu tun gibt“, machte Matthias Künzler klar. Er ist Leiter der Abteilung Natur und Landschaft im kantonalen Raumplanungsamt. Er informierte dazu im Rahmen eines Erfahrungsaustausches derjenigen, die in den Thurgauer Kirchgemeinden verantwortlich fürs Umweltmanagement sind. „Was wir heute Wissen: Es geht in einigen Bereichen leicht aufwärts, allerdings auf einem tiefen Niveau. Beunruhigend ist, dass häufigere Arten häufiger und seltene Arten seltener werden. Und dass feuchte und magere Lebensräume besonders unter Druck sind. Auch Kirchgemeinden können handeln, indem sie Flächen wie Friedhöfe ökologisch aufwerten und Liegenschaften entsprechend pflegen. Wichtig ist, zu sensibilisieren und die Menschen ins Boot zu holen.“ In diesem Sinn äusserten sich auch Pfarrerin Martina Brendler und Marco Bertschinger, die den kürzlich eröffneten Bibelgarten vorstellten.

Unersetzlich – auch für den Menschen

Der Umweltwissenschaftler und Leiter des Grünen Güggels der Katholiken, Dr. Simon Zeller betonte: „Handeln tut not, denn Biodiversität ist wichtig, also der Schutz von Lebensraum- und Artenvielfalt und Erhalt der genetischen Vielfalt. Dies alles ist nicht ersetzbar und ist wertvoll an sich. Und der Mensch ist schlicht abhängig von den Leistungen der Biosphäre.“ Im nachfolgenden Austausch der Ideen kam auch „arbor mundi“, ein Projekt von Studenten auch für Kirchgemeinden zur Sprache.

Bildlegende: Kirchliche Umweltmanagementverantwortliche trafen sich in Romanshorn und bestaunten den kürzlich eröffneten Bibelgarten im evangelischen Friedhof.

Text und Bild: Markus Bösch

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