Mystischer Hoher Kasten und Verabschiedung der Pfarrerin
von Monika Visintin
Nach der Hitzewelle kam der Regen und der traf die Teilnehmer:innen der Seniorenreise der evang. Kirchgemeinde Romanshorn-Salmsach am 28. August recht heftig. Auf dem Hohen Kasten gab es wenig zu sehen: die zahlreichen Gipfel der Alpsteinpanoramalandschaft verbargen sich meistens im Nebel. Das erzeugte zwar eine geheimnisvolle und mystische Stimmung, die von einigen aber nicht geschätzt wurde.
2 Cars der Firma Käfer mit der Chefin Sonja Käfer selbst am Steuer brachten die Reisegruppe nach Brülisau. Bei der Ankunft wartete schon die Seilbahn, um die Reisenden in die Höhe zu befördern.
Bei Appenzeller Siedwurst und Chäshörnli wurde manche Anekdote ausgetauscht: der Hohe Kasten ist ein beliebter und gern besuchter Ausflugspunkt. «Früher sind wir natürlich hier hoch gewandert und auch wieder retour» so hiess es von einigen Besuchern. Für den Donnerstag war das nicht vorgesehen, und so beförderte die Seilbahn alle wieder ins Tal. Die Türen der Pfarrkirche St. Sebastian waren bereits geöffnet, und zum Abschlussgottesdienst der Seniorenreise läuteten die Glocken.
Pfarrerin Martina Brendler lenkte die Aufmerksamkeit u.a. auf die Marienstatue mit ihrem blauen Gewand. Mesmerin Sabina Weilenmann hatte vorgängig erklärt, man verbinde mit dieser Darstellung Marias, die ein Seil mit Knoten in den Händen hält, die Hoffnung, dass Gott all das, was bei uns im Leben «verknotet» sei, auflösen könne. «Manche Knoten sind aber auch feste Verbindungen, die bleiben» erklärte Martina Brendler während der Abschlussandacht. «Meine Verbindung zur Kirchgemeinde Romanshorn-Salmsach wird bleiben, auch wenn ich meinen Dienst als Pfarrerin hier beende». Das wichtigste sei aber, die Verbindung zu Gott stabil zu halten.
So wurde sie an ihrem letzten Arbeitstag von Präsidentin Jeannette Tobler im Auftrag der Kirchenvorsteherschaft verabschiedet. Martina Brendler habe viele Verbindungen geknüpft, die neue Räume eröffneten. In 15 Jahren gab sie viele Anstösse und Projekte die umgesetzt wurden. Bestehendes wurde fortgeführt, so z.B. der jährliche Seniorenausflug, und neues begonnen, wie z.B. der «Grüne Güggel». Das alles neben dem «Tagesprogramm»: Kasualien, Gottesdienste, Seelsorge.« Pfarrer Lars Heynen verabschiedete sich ebenfalls mit grossem Dank an die Pfarrkollegin.
Nun war es an ihr, danke zu sagen: für die mitgebrachten Geschenke, die ihr überreicht wurden, und für alle freundlichen Worte und das wohlwollende Engagement der Kirchbürger und Kirchbürgerinnen.